Ein etwas größerer Pachydiscus aus Misburg

Klaus Vöge


Wir hatten uns einen recht warmen Sommertag für unsere Exkursion in die Kreidegrube von Misburg ausgesucht. Aber die 30 Grad konnten uns nicht abhalten unser Glück zu versuchen. Als wir das Auto verließen, sagte Anke zu mir: Du hast wieder die Sackkarre vergessen, ich finde doch einen großen Ammoniten. Wir ahnten nicht, dass später aus diesem Scherz Ernst werden sollte. Unser Ziel war an diesem Tag das Gebiet am Hafen. Schon der Weg bis dort brachte uns ins Schwitzen. Gefunden haben wir das übliche. Die bekannten Seeigel und einige Schwämme. Wir bewegten uns in dem frisch abgebauten Gebiet auf der Fläche, als Anke auf einem größeren Block eine Wölbung entdeckte (Abb1) und sofort sagte „Das sieht nach einem Ammoniten aus“. Als erstes wurde mit Hammer und Fäustel die obere Kappe abgeschlagen. Und siehe da es zeigte sich die obere Wölbung eines etwas größeren Ammoniten. Der nächste Schlag wurde seitlich der Wölbung angesetzt und der Block platzte an der berühmten Sollbruchstelle. Der Ammonit war perfekt erhalten (Abb2). Während Anke die Rückseite des Ammoniten vom Gesteinsmaterial befreite, machte ich mich auf den Weg für die vergessene Sackkarre Ersatz zu beschaffen. Ich suchte Jochen Kahlke und lieh mir seine Karre aus. Als ich zurückkam, war der Ammonit auch von der Rückseite vom Material befreit (Abb3). Leider hat er sich dabei in drei Teile geteilt. Bis jetzt sind seit dem Finden 1 ½ Std vergangen aber jetzt kommt das größere Problem; Der Transport zum Auto. Die Karre von Jochen hat das Gewicht nur 20 Meter ausgehalten (Abb4). Tragen? Wir haben es probiert und sind ganze 150 Meter weit gekommen. Anke machte sich auf und hat sich in der Kleingartensiedlung am Hafen eine Schubkarre ausgeliehen (Abb5) mit der wir den Transport durchführten. Jetzt merkten wir erst, wie weit der Weg durch die Grube ist und wie steil der Aufstieg ist. Nach vielen Pausen (Abb6) kamen wir nach ca 3 Std. am Auto an. Hier wurden die drei Teile (2 Teile in Rucksäcken und das große Mittelstück Abb7) im Kofferraum verladen. Danach haben wir uns alle im Biergarten getroffen und Anke hat das schwer verdiente Alsterwasser ausgegeben. Zu Hause mussten die Teile geklebt werden (Abb8) damit es wieder ein richtiger Prachtkerl wird (Abb9). Abschließend hat Anke die kleine Dellen und Fugen verfüllt und jetzt steht er in Ankes Laden mit folgenden Daten:
Name: Pachydiscus stobaei
Gewicht: 69 kg
Abmessung: 63 cm

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